„Wenn sich die traditionellen Techniken als unzureichend erweisen, können zur Sicherung eines Denkmals alle modernen Konservierungs- und Konstruktionstechniken herangezogen werden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen und durch praktische Erfahrung erprobt ist.“
(Charta von Venedig, 1964, Artikel 10)

„Wenn an einem Baudenkmal einzelne originale Teile, die an dessen Denkmalbedeutung Anteil haben, wegen irreparabler Schäden ausgetauscht werden müssen, sind sie grundsätzlich im gleichen Material und möglichst in gleicher Verarbeitungstechnik nach dem Vorbild der abgängigen Originale auszuwechseln. Dadurch können für das Denkmal wesentliche Mitteilungen wenigsten nach heutigen Interpretation des vorgefundenen Bestandes und nach den heutigen Fähigkeiten, den Befund zu reproduzieren, in die Zukunft tradiert werden.“
(Vereinigung der Landesdenkmalpfleger, Arbeitsblatt 3, 1989, Absatz AUSTAUSCH)

"Reversibility – Compatibility and Retreatability: Because many stone conservation treatments failed in the past, the requirement for reversibility was asserted. For durable impregnation methods as well as for cleaning methods, this requirement is contradictory. … Today there is nearly a general consensus that strict reversibility must be replaced by the demand for compatibiliy and retreatability."
(Saving Our Architectural Heritage - The Conservation of Historic Stone Structures. Report of Dahlem Workshop, Berlin, John Wiley&Sons, New York, 1997, p.234)

Aus diesen denkmalpflegerischen Leitlinien zu den Ersatz- und Restaurierungsmaterialien ergeben sich langfristige Schwerpunktthemen des IFS. Dazu gehört seit der Aufbau eines sogenannten Natursteinkatasters, in dem die in den vier Bundesländern früher und heute abgebauten Naturwerksteine erfasst sind. Ein weiteres Schwerpunktthema sind die mineralischen Mörtel auf Basis der Bindemittel Kalk, Gips und Zement, in dem es einerseits um die naturwissenschaftliche Analyse der historischen Mörtel geht sowie anderseits um die Bewertung heute verfügbarer Bindemittel und Mörtel in Bezug auf Zusammensetzung, Verträglichkeit, Langzeitbeständigkeit und optimale Applikation. In den letzten Jahren ist zur Beurteilung der Tauglichkeit und Haltbarkeit der vielfältigen Restaurierungsmaterialien das Schwerpunktthema Monitoring steinrestauratorischer Maßnahmen dazu gekommen.

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