Die seit alters als Bau- und Dekorationswerkstoffe verwendete vielfältigen Natursteine verwittern durch die natürlichen klimatischen Einflüsse von Regen, Frost, Wind, Sonne sowie auch durch die Einwirkung der unterschiedlichen Luftschadstoffe. Für eine nachhaltige, sachgerechte, denkmalgerechte Erhaltung benötigt man materialspezifische Kenntnisse über die Bausubstanz und über die zur Restaurierung erwogenen Materialien und Methoden. Um eine fundierte, naturwissenschaftlichen Fachberatung bei Erhaltungsmaßnahmen an Kulturdenkmälern aus Naturstein zu gewährleisten, wurde 1990 von Vertretern der staatlichen Denkmalpflege in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie von Vertretern natur- und ingenieurwissenschaftlicher Hochschulinstitute der drei Bundesländer unter Mitwirkung der Fachministerien das Institut für Steinkonservierung (IFS) gegründet. 1993 kam das Bundesland Thüringen dazu. Das Institut für Steinkonservierung arbeitet nur im unmittelbaren Auftrag und in enger fachlicher Kooperation mit den Denkmalfachämtern der vier Länder. Die Finanzierung der laufenden Aufgaben wird von den vier Bundesländern getragen. Für spezielle, langfristige Forschungsprojekte können Drittmittel eingeworben werden.

Seit der Gründung beschränkt sich die Arbeit des IFS nicht nur auf Fragen der Erhaltung von Natursteinen. Die Untersuchung historischer Mörtel sowie Vorschläge für Instandsetzungmörtel und Anstriche gehören wesentlich mit zu seinen Aufgaben. Darüber hinaus werden auch Fragen zur Restaurierung von mineralisch gebundenen Kunststeinen und Beton, den Baustoffen vieler Denkmäler des 20. Jahrhunderts, an das IFS herangetragen. In den letzten Jahren wurde das IFS auch mit materialkundlichen Problemen an Denkmälern in Zusammenhang mit energetischen Sanierungen konfrontiert.

Aufgaben

  • Fachberatung der staatlichen Denkmalpflege bei der Erstellung von Konservierungs- und Restaurierungskonzepten. Naturwissenschaftliche Untersuchung zu Bestand und Zustand der Baumaterialien sowie zu den Schadensursachen, wobei die notwendigen Laboranalysen in Zusammenarbeit mit entsprechend ausgestatteten Hochschulinstituten durchgeführt werden.
  • Initiierung und Begleitung von Kooperationsprojekten mit Hochschulinstituten zur Klräung von grundsätzlichen, regional- oder fachübergreifenden Fragen der Erhaltung der Denkmalbaustoffe. Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis.
  • Sammlung, Auswertung und Verbreitung von Fachinformationen aus nationalen und internationalen Forschungsvorhaben sowie zur Zusammensetzung von mineralischen Denkmalbaustoffen und von Restaurierungsmaterialien. Durchführung von Fachtagungen.


Über die Arbeit des IFS informieren die jährlichen
Tätigkeitsberichte. Im Jahr 2015 feierte das IFS sein 25-jähriges Bestehen. Pressemitteilung 25 Jahre IFS.

Das IFS hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit Sitz in Mainz (Erthaler Hof). Es hat zurzeit sechs hauptamtliche Mitarbeiter/innen, vier Naturwissenschaftler/innen, eine Verwaltungsangestellte und eine Technische Angestellte.

Das IFS arbeitet mit den naturwissenschaftlichen Einrichtungen bei den Denkmalfachbehörden der anderen Bundesländer zusammen.

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